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  Problemstellung

Neuprodukteinführungen und Produktionsanläufe gelten noch weit verbreitet als besondere Veränderungsprozesse, die mit erhöhter/spezieller Projektaufmerksamkeit durchgeführt werden. Dabei binden sie übermäßig Ressourcen, stören eingeschwungene Prozesse, sind fehleranfälliger und führen damit zu zwischenzeitlicher Ineffizienz.

Dem gegenüber steht u.a. die Entwicklung hin zu mechatronischen Produkten/Systemen mit kürzer werdenden Produktlebenszyklen. Vor allem der Elektronik- und Software-Anteil in den Produkten ist verantwortlich für immer häufigere und schnellere Produktionsanläufe bei steigender Produktkomplexität. Produktionsanläufe werden damit zukünftig weniger die Ausnahme als viel mehr tägliches Geschäft sein. Exzellent beherrscht können sie einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen.

 

  Projektziele

Ziel des Verbundvorhabens MESSPRO ist es, sichere und schnelle Produktionsanläufe von zwei konkreten Serienprodukten beispielhaft umzusetzen. Diese sind eingebettet in komplexere Produktinnovationen, in verteilte Wertschöpfungsketten mit einer sicher beherrschten Kaskade von innovativen Fachbereichen und Lieferanten.

Die Projektarbeit im MESSPRO-Verbund zielt somit auf die Erreichung folgender konkreter Ziele:

  • erfolgreiche Umsetzung der zwei Pilotprojekte als Praxisfälle mit Vorbildcharakter, d.h. messbar schnellere und sichere Produktionsanläufe durch neue und angepasste Methoden und Tools
  • übertragbares Referenzprozessmodell für den erfolgreichen Produktionsanlauf vergleichbarer Unternehmen
  • implementierte Software zur Unterstützung und Steuerung von Produktionsanläufen
  • Toolbox der zusammengeführten Methoden und Tools einschließlich Leitfaden und Handlungsempfehlungen bzgl. ihres Einsatzes zur Beschleunigung und Absicherung von Produktionsanläufen
  Ausgangssituation

Entlang der fünf Ramp-Up Handlungsfelder ergab eine Stärken-Schwächen-Analyse folgende Ausgangssituation:

Ausgangssituation

IPlanung, Controlling, Organisation von Anläufen
IIAnlaufrobuste Produktionssysteme
IIIÄnderungsmanagement
IVKooperations- und Referenzmodelle
VWissensmanagement und Personalqualifikation

 
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